Auto Schweitzer GmbH Abschleppdienst 08145-1000 - Notwenigkeit einer zweiten person bei Bergungen
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Notwendigkeit einer zweiten Person bei Bergungen

Der VBA ist von mehreren Mitgliedsbetrieben, die im Schwerverkehrsbereich tätig sind, gebeten worden Stellung zur Thematik -Einsatz von Zusatzpersonal - zu nehmen. Von seiten des VBA wurde daher die zuständige Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen um Stellungnahme wie folgt gebeten.

In den UnfalIverhütungsvorschriften ist nicht bestimmt, wie viele Personen für die Durchführung von Bergungs- und Abschlepparbeiten eingesetzt werden müssen. Dies hängt von den Gegebenheiten des Einzelfalles ab und ist vom Unternehmer, der die Arbeiten ausführt oder ausführen läßt, unter Beachtung der geltenden Rechtsvorschriften zu regeln. Er ist auf Grund des BGB, der Gewerbeordnung und der Unfallverhütungsvorschriften für die Arbeitssicherheit bei betrieblichen Einsätzen verantwortlich und muß gemäß § 2 Abs. l Unfallverhütungsvorschrift "Allgemeine Vorschriften" (VBG 1) die Maßnahmen und Anordnungen zur Verhütung von Arbeitsunfällen (und Berufskrankheiten) treffen.

Bei verschiedenen Tätigkeiten im Rahmen von Bergungs- und Abschlepparbeiten kann die Notwendigkeit gegeben sein, daß eine zweite geeignete Person den Fahrzeug- bzw. Kranführer bei seiner Arbeit unterstützt. Hierzu einige Beispiele:

In der Praxis muß mit Bergungs- und Abschleppfahrzeugen häufig rückwärts an die Einsatzstelle herangefahren werden, um einen günstigen Stand zu den zu bergenden bzw. abzuschleppenden Fahrzeugen zu erreichen. Der Fahrzeugführer darf jedoch nur rückwärts fahren oder zurückstoßen, wenn sichergestellt ist, daß Personen nicht gefährdet werden. Kann dies nicht sichergestellt werden, hat er sich durch einen Einweiser einweisen zu lassen (§ 46 Abs. l UVV "Fahrzeuge" (VBG 12) und sinngemäß § 9 Abs. 5 Straßenverkehrsordnung) .

Bei Bergungsarbeiten ist in der Regel der Einsatz von Seilwinden erforderlich. Hierbei kann es bei einem SeiIriß zu einer Gefährdung von Personen kommen, wenn sich jemand im Bewegungsbereich der gezogenen Last befindet oder sich während der Zugphase zu nahe am Seil aufhält. Deshalb muß dem Geräteführer die Einsicht in den Gefahrbereich möglich sein. Kann er das Arbeitsfeld vom Steuerstand der Winde aus nicht ausreichend überblicken (z. B. auf Grund ungünstiger Geländeformationen), so ist der Gefahrbereich abzusperren oder es ist dafür zu sorgen, daß ein Einweiser eingesetzt wird, der das Arbeitsfeld überblicken und dem Geräteführer jederzeit die erforderlichen Zeichen/Signale geben kann (§ 29 UVV "Winden, Hub- und Zuggeräte" (VBG .

Ähnliche Forderungen gelten für das Bewegen von zu bergenden oder abzuschleppenden Fahrzeugen mit Kranen. Nach § 30 Abs. 10 UVV "Krane" (VBG 9) darf der Kranführer von Hand angeschlagene Lasten erst auf Zeichen des Anschlägers oder des Winkerpostens oder eines anderen, vom Unternehmer bestimmten Verantwortlichen, bewegen. D.h., falls der Kranführer die Lasten nicht selbst anschlagen kann, muß ein Anschläger vorhanden sein, der die Last anschlägt und das Zeichen zum Anheben der Last gibt.

Kann der Kranführer von seinem Steuerstand aus den Weg der Last oder bei Leerfahrten den Weg des Lastaufnahmemittels nicht beobachten, so darf er den Kran nur auf Zeichen eines Einweisers bedienen § 30 Abs. 7 UVV "Krane" (VBG 9). Daraus folgt, daß bei den oben genannten Arbeiten eine zweite Person vorhanden sein muß. Die Funktion des Anschlägers und die des Einweisers können in einer Person vereinigt sein.

Als Einweiser geeignet ist, wer einem Fahrzeug- oder Geräteführer bei Sichteinschränkungen Zeichen geben kann, damit Personen durch Fahr- oder Lastbewegungen nicht gefährdet werden. Er muß ausreichend Kenntnisse besitzen, um die Bewegungsvorgänge richtig beurteilen zu können (Durchführungsanweisungen zu § 46 Abs. l UVV "Fahrzeuge" (VBG 12).

Ein Anschläger muß die einschlägigen Bestimmungen für das Anschlagen von Lasten an Krane kennen und diese in der Praxis richtig ausführen können (siehe UVV "Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb" VBG 9 a).

Die Notwendigkeit der Anwesenheit und Mitwirkung einer zweiten Person bei Bergungs- und Abschlepparbeiten läßt sich aus der Sicht der Unfallverhütung wie folgt zusammenfassen:

Für einzelne Arbeiten z.B. Einweisen bei Rückwärtsfahren, Arbeiten mit Seilwinden, Anhängen von Lasten an Krane und Einweisen des Kranführers bei fehlender Sicht auf die Last während des Bergens oder Abschleppens, ist der Einsatz einer zweiten Person erforderlich. Da die zweite Person die Verantwortung für ihr Handeln trägt, muß sie über die entsprechenden Fachkenntnisse verfügen und sollte daher vom Bergungs- und Abschleppunternehmen gestellt werden. Die Entscheidung, ob und wer dem Fahrzeug- oder Kranführer als zweite Person beigegeben wird, muß im Einzelfall vom Unternehmer des Bergungs- und Abschleppbetriebes getroffen werden.

gez. Obering. Herbst

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